Sonntag, 27. März 2011

Good Bye New Zealand – Welcome Australia

(Woche 31 vom 21. bis 27. März 2011)

Die letzten Tage in Christchurch waren nicht sehr aufregend. Das Zentrum der Stadt (Central Business District oder kurz CBD) war immer noch abgesperrt. Anfänglich wollte ich mir einige der nicht gesperrten Teile der Stadt anschauen gehen, aber als ich die Bilder im Fernsehen sah, wie es dort auch einen Monat nach dem Erdbeben teilweise noch aussieht, fand ich es unangebracht, als Tourist mit Kamera bewaffnet mir das anschauen zu gehen. Zudem gab es in den drei Tagen, in denen ich in Christchurch war, mehr als zehn Nachbeben, wovon eines der Stärke 5.1. Das hat mir gereicht und ich habe meine Aktivitäten auf Coiffeur, waschen, Internet, Weiterreise planen, Camper putzen, packen, etc. beschränkt.

Am Mittwoch Abend bin ich in Melbourne angekommen und tags darauf habe ich meinen Camper übernommen.


Eigentlich stand die Great Ocean Road auf dem Programm, aber da das Wetter und auch die Vorhersagen für diesen Teil von Victoria so schlecht waren, suchte ich nach etwas anderem “Great“ und fand die Great Alpine Road im östlichen Teil von Victoria. Als ich am Abend in Bairnsdale, dem Startpunkt der 308 km langen Great Alpine Road angekommen bin, war ich schon sehr gespannt auf die Australischen Alpen. Die Fahrt zum höchsten Punkt, dem Mount Hotham (1‘868 m) war sehr abwechslungsreich und oben angekommen gab es tatsächlich Sessellifte und Skipisten, wie bei uns in den Alpen. Natürlich war alles grün und ich fragte mich, wie oft es hier oben wohl Schnee hat. Auf der Autobahn ging’s zurück nach Melbourne.


Der Samstag und Sonntag stand ganz im Zeichen des Formel 1 Rennens in Melbourne, meinem zweiten live Rennen nach Hockenheim 2008. Der Wow-Effekt von damals blieb dieses Mal zwar aus (den hat man als Gelegenheitsfan der Formel 1 wohl nur beim ersten Rennen), trotzdem war es ein tolles Erlebnis, zumal die beiden Sauber Piloten Pérez und Kobayashi* als auch der Schweizer Sébastien Buemi unter den ersten 10 klassiert waren.

Morgen sollte es dann klappen mit der Great Ocean Road, jedenfalls sagt der Wetterbericht sonnige Abschnitte während der nächsten zwei Tage voraus. Wie es war, könnt ihr nächste Woche nachlesen.

Thomas

* leider wurden beide nachträglich disqualifiziert weil irgend ein Teil an ihrem Rennauto nicht regelkonform war :-(

Samstag, 26. März 2011

Camper Statistik Neuseeland

(60 Tage, vom 22.01.2011 bis 22.03.2011)

Zurückgelegte Strecke: 9‘265 km
Durchschnitt pro Tag: 154 km
Kürzestes Teilstück: 64 km (Arrowtown – Wanaka am 17.03.2011)
Längstes Teilstück: 465 km (Wanaka – Greymouth am 18.03.2011)

Verbrauchte Menge Diesel: 724.8 L
Durchschnittsverbrauch: 7.8 L/100 km

Gesamtkosten für Diesel: 1‘045.20 NZD
Durchschnittskosten: 1.442 NZD/L
Günstigster Diesel: 1.329 NZD/L (01.02.2011, Taupo)
Teuerster Diesel: 1.679 NZD/L (17.03.2011, Wanaka)


Mittwoch, 23. März 2011

Rückkehr

In den letzten Tagen habe ich viel nachgedacht und mich entschieden, dass ich momentan meine Weltreise nicht alleine fortsetzen werde. Ich kehre am 3. April zurück in die Schweiz und freue mich schon euch alle wieder zu sehen.

Dies war dann auch mein letzter Beitrag auf www.rundumdwaelt.blogspot.com. Ich habe noch die Fotos der gemeinsamen Zeit in Neuseeland hochgeladen, sowie einige Fotos meiner Australien Abenteuer.

Bis bald

Selina

Australien – Grampians NP – Adelaide

Leider konnte man im Grampians NP wirklich nicht viel machen. Es gab zwar einige Wanderungen, aber ohne die entsprechenden Highlights. Wir haben uns also einfach ein bisschen die Füsse vertreten und haben so eine Wanderung gemacht. Am Abend haben wir dann noch einen kleinen Spaziergang gemacht, bei dem wir bestimmt hunderte Känguruh’s gesehen haben. Die ganze Wiese war voll von Känguruhs und wir waren die einzigen Menschen. Das war wirklich cool! Auch haben wir noch ein paar Emu’s gesehen. Das sind auch ziemlich witzige Tiere.

Am nächsten Tag gings weiter nach Adelaide wo ich Sabine ablieferte. Wir haben den Tag noch zusammen in Adelaide verbracht und uns am Abend verabschiedet.

Nun bin ich auf dem Rückweg nach Melbourne. Leider ist das Wetter ziemlich schlecht und es regnet auch vermehrt. Ich dachte ich hätte nochmals die Chance den schönen Küstenabschnitt der Great Ocean Road bei schönem Wetter zu fahren. Aber die Wettervorhersage ist anderer Meinung. Wir werden sehen.

Liebe Grüsse

Selina

Sonntag, 20. März 2011

Wer ist schon gerne Durchschnitt?

(Woche 30 vom 14. bis 20. März 2011)

Nachdem der online Wetterbericht meinte, dass das Wetter im Fjordland Nationalpark ab Dienstag Mittag für rund 24 Stunden sonnig sein soll, habe ich mich am Montag von Queenstown nach Te Anau verschoben und bin am Dienstag nach Milford gefahren. Unterwegs dorthin kam ich u.a. an den sogenannten Mirror Lakes vorbei, wo sich die dahinterliegende Landschaft spiegeln soll. Leider war es windig und noch immer bewölkt, so dass dieser Effekt leider nicht funktionierte. Da ich aber die gleiche Strasse am nächsten Tag wieder zurück fahren musste, hatte ich nochmals eine Chance...

In Milford angekommen war das Wetter mittlerweile sonnig und kaum mehr eine Wolke am Himmel war zu sehen. Erst kurz vor 16 Uhr ging auf eine Milford Sound Schiffsrundfahrt, weil es auf diesen späten Schiffen viel weniger Leute hat, da die Eintagestouristen aus Queenstown bereits wieder auf der Rückfahrt sind. Ja, was soll ich zu Milford Sound sagen, schaut euch doch einfach die Bilder an, es war traumhaft schön.

Am nächsten Tag gings zurück in die Region von Queenstown (nach Arrowtown), vorbei an den Mirror Lakes. Und siehe da, die schönsten Spiegelbilder waren zu sehen.

Nächste Station war Wanaka, wo ich Puzzling World besucht habe. Ist noch schwierig zu beschreiben, was Puzzling World genau ist. Also puzzle heisst ja übersetzt Geduldspiel oder Rätsel und puzzled kann mit verblüfft oder verwundert übersetzt werden. Es geht also einerseits darum, die Besucher mit Effekten zu verblüffen und andererseits hat es ein riesiges Labyrinth (das muss dann wohl das Geduldsspiel sein) in dem die Besucher die vier Eckpunkte und dann wieder den Ausgang finden müssen. Da stand dann, dass die meisten Besucher zwischen drei und fünf Kilometer zurücklegen und für die Aufgabe zwischen 30 und 60 Minuten benötigen. Na dann los sagte ich mir und nach nur fünf Minuten hatte ich die blaue Ecke bereits gefunden. Für die rote Ecke brauchte ich ein wenig länger, aber nach weiteren 14 Minuten war auch sie gefunden und nur vier Minuten später schon die gelbe. Blieb noch die grüne Ecke, die ich nach weiteren sechs Minuten fand, total also 29 Minuten. Jetzt nur noch schnell zum Ausgang dachte ich... Also wie gesagt, durchschnittlich haben die Leute die Aufgabe nach 30 bis 60 Minuten gelöst, aber wer ist schon gerne Durchschnitt? Also ich gehöre definitiv nicht zum Durchschnitt, kann euch aber versichern, dass ich nicht im Labyrinth übernachtet habe.

Von Wanaka aus wollte ich noch den Fox Gletscher anschauen gehen, aber das Wetter und auch die Aussichten dort waren so lausig, dass ich den Gletscher links (naja, genau genommen eigentlich rechts) liegen liess und direkt weiter nach Greymouth, das durch seine Lage an der Westküste wie gemacht ist für perfekte Sonnenuntergänge – wenn da nur nicht die Wolken wären...

Von Greymouth ging es dann über den Arthur’s Pass nach Christchurch. Die Fahrt über den Arthur’s Pass war sehr abwechslungsreich. Nicht nur dass es auf der einen Seite aufwärts ging und sonnig war während es auf der anderen Seite runter ging und regnete, nein auch landschaftlich war es interessant wie die Bilder beweisen. Der grüne Vogel ist übrigens ein Kea.

Nun bin ich in Christchurch und da die Stadt wegen des Erdbebens vom 22. Februar 2011 noch immer weiträumig abgesperrt ist (hat man mir jedenfalls hier auf dem Campingplatz gesagt), werde ich bis zur Abgabe des Campers am Dienstag die Zeit nutzen, um den Camper zu putzen, meine Wäsche zu waschen und mein Australien Aufenthalt ein wenig zu planen. Huch, jetzt (21:47 Uhr am 20.03.2011) hat es grad ein heftiges Nachbeben gegeben. Gemäss Internet hatte es eine Stärke von 5.1 und das Epizentrum lag 10 Kilometer östlich von Christchurch. Der Camper hat ziemlich gewackelt, nicht sehr angenehmes Gefühl kann ich euch sagen...

In meinem nächsten Wochenblog werde ich euch dann über die ersten Eindrücke aus Australien berichten.

Thomas

PS: Für diejenigen unter euch, die auch ein bisschen Puzzling World Luft schnuppern wollen, hier ein kleines Rätsel. Wer die Lösung rausgefunden hat, der soll mir doch eine Email schreiben (thomashaerdi@hotmail.com) und am besten Beweisfotos beilegen. Auflösung folgt in einigen Wochen.


Freitag, 18. März 2011

Australien – Portland – Grampians National Park

Heute war schon wieder einiges los. Am Morgen fuhren wir nach Cape Bridgewater. Dort konnten wir ein paar Seehunden beim Baden zuschauen. Wahrscheinlich war es ihnen zu kalt an Land, da keine Sonne da war, deshalb haben sie sich im Wasser ein bisschen entspannt. Danach gingen wir weiter zu irgendwelchen Blowholes. Ich habe nur eines entdeckt, und das war nicht sonderlich spektakulär. Aber es war trotzdem ein beeindruckendes Schauspiel wie die meterhohen Wellen gegen die Küste prallten. Und ein bisschen nebenan hatte es noch einen Petrified Forest. Jetzt weiss ich endlich auch, dass das gar nichts mit Bäumen zu tun hat. Muss einem ja erst mal jemand erklären, oder? Danach fuhren wir weiter zum Grampian National Park. Im Visitor Center unterwegs wollte ich mich noch kurz über die Campingplätze informieren, da erklärte mir der nette Herr, dass ca. 2/3 des Parks nicht befahren werden können, da die grossen Regenfälle Mitte Januar verschiedene Strassen und Brücken mitgerissen hatten. Wir entschieden uns aber trotzdem mal in den Park zu fahren. Und kaum sind wir auf dem Campingplatz angekommen und haben es uns gemütlich gemacht, kamen die Känguruh’s aus allen Ecken. Die waren auch ziemlich zutraulich und man konnte sie mit der Hand heranlocken :-)) Morgen früh werden wir uns hier weiter informieren, was man alles machen kann. Ein paar schöne Wanderungen sollten wohl trotzdem möglich sein.

Liebe Grüsse

Selina

Donnerstag, 17. März 2011

Australien – Great Ocean Road

Vorgestern haben wir am Bahnhof von Geelong Sabine abgeholt. Ich habe sie im Hostel in Melbourne kennen gelernt. Und da wir eh in die gleiche Richtung wollten und beide solo unterwegs waren haben wir uns dazu entschieden die Kilometer gemeinsam unter die Räder zu nehmen. Zuerst machten wir mal das was alle Frauen machen: Shoppen. Torquay ist ein kleines Surfer-Mekka mit guten Wellen und noch besseren Shops. Fabrik-Outlets aller guten Surf-Marken gibt es da und wir haben ein bisschen in den Sachen gestöbert und das eine oder andere Schnäppchen ergattert. Danach ging es weiter nach Anglesea. Die Attraktion dort ist dann doch eher amüsant. Es sind nämlich die Känguruh’s, die den Golfplatz bewohnen. Echt süss. Leider durfte man den Golfplatz nicht betreten, aber trotzdem haben wir sehr viele Känguruh’s gesehen, die da gemütlich das Grün pflegen. Am Abend machten wir uns es auf einem schönen Camping-Platz mitten im Wald gemütlich. Weiter ging es dann natürlich mit vielen schönen Küstenanblicken und noch mehr Koalas. In Kennet River kann man eine Strasse hochlaufen und da hängen die Koalas in den Bäumen. Das sind ja vielleicht süsse Viecher. Und so was von gemütlich. Wir hatten richtig Glück, haben wir doch zwei Koalas gesehen, die zum Boden kamen um den Baum zu wechseln. Nebst den Koalas gab es da auch noch verschiedene Arten wunderschöner Papageien. Wir kamen aus dem Staunen fast nicht mehr heraus. Gegen Abend wurde dann das Wetter auch noch besser. Und da wir schon relativ nah an den zwölf Aposteln waren entschieden wir uns, diese noch kurz zum Sonnenuntergang zu bestaunen. Was eine super Entscheidung war. Die sahen so schön aus im gedämpften Abendlicht. Danach freuten wir uns natürlich auf heute, wo wir den ganzen Küstenabschnitt mit den schönen Felsformationen befahren haben. Leider war es ziemlich bewölkt. Die Felsformationen sind trotzdem atemberaubend, aber die Aaaahhh-Effekte bei den Fotos fehlen leider etwas. Trotzdem war es wunderschön. Und immer wenn man dachte, das war es jetzt, kommt nochmals ein toller Arch oder ein Grotto, oder einfach nur ein paar schöne Felsen die einsam im Wasser stehen. Wirklich cool!

Morgen geht’s wahrscheinlich zum Grampian’s National Park und von da weiter nach Adelaide.

Bis bald

Selina